Die inhaltliche Arbeit der SPD-Bundestagsfraktion wird in den Ausschussarbeitsgruppen geleistet. Sie erarbeiten eigene Gesetzentwürfe, Anträge und Befragungen der Regierung. Sie laden Experten ein, um ihre Ideen zu diskutieren. Außerdem bewerten sie die Gesetzentwürfe der Regierung und anderer Fraktionen sowie deren Anträge und sie bereiten die Ausschusssitzungen vor. Des Weiteren erarbeiten sie Strategien im Umgang mit Themen. Die Anzahl der Ausschussarbeitsgruppen variiert. In der 18. Wahlperiode sind es 23 Arbeitsgruppen.

Weitere Arbeitsgruppen

Neben den Ausschuss-Arbeitsgruppen kann die SPD-Bundestagsfraktion weitere zeitlich befristete und/oder bestimmten Themenbereichen zugeordnete Arbeitsgruppen einrichten. Beispiele dafür wären:

  • Arbeitsgruppen zu Enquête-Kommissionen,
  • Arbeitsgruppen zu Untersuchungsausschüssen,
  • themenbezogene Arbeits- und Querschnittsgruppen.

In einer Enquête-Kommission sind sowohl Abgeordnete aller Parteien vertreten, als auch gleichberechtigt externe Sachverständige. Aufgabe der Kommission ist es, zu dem ihr aufgetragenen Thema gesetzgeberische Entscheidungen über umfangreiche und bedeutsame Sachkomplexe vorzubereiten. Am Ende ihrer Einsetzung (meist auch Ende der Legislaturperiode) erstellt die Kommission einen umfassenden Bericht. Die Mitglieder von Enquête-Kommission, die der SPD-Bundestagsfraktion angehören, bilden, wie bei den Ausschüssen, eine Arbeitsgruppe der Enquête-Kommission. In den themenbezogenen Arbeits- und Querschnittsgruppen werden spezielle Themen besonders intensiv behandelt. Diese Behandlung geht über die Befassung in einen parlamentarischen Ausschuss hinaus. Untersuchungsausschüsse untersuchen - ähnlich einem Gericht - bestimmte öffentliche Vorfälle.