Antrag der Koalitionsfraktionen

Krisen und Konflikte nehmen auf der Welt zu. Der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland müsse daher mehr Bedeutung beigemessen werden, fordert die SPD-Fraktion gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner. 

Die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland leistet bereits seit Jahrzehnten wichtige Beiträge zur weltweiten Konfliktprävention und Friedenssicherung. „Diese wissenschaftliche Expertise ist für Regierung, Parlament und Gesellschaft unverzichtbar, um eine verantwortungsvolle Entscheidung finden zu können“, heißt es im gemeinsamen Koalitionsantrag (Drs. 18/10239). Denn trotz zahlreicher politischer Erfolge im Bereich der Konfliktbewältigung in den letzten Jahrzehnten, benötige die Politik kontinuierlich neue bzw. fallspezifische wissenschaftliche Erkenntnisse zur friedlichen Krisen- und Gewaltprävention, Konfliktbearbeitung und Konfliktnachsorge.

Angesichts der zunehmenden sicherheitspolitischen Herausforderungen fordern die Unions-Fraktion und die SPD-Fraktion die Bundesregierung dazu auf, die Friedens- und Konfliktforschung weiterhin gezielt zu fördern und ihre Ergebnisse noch stärker in die Arbeit der Bundesregierung auf allen Ebenen einfließen zu lassen. Die Erkenntnisse solle die Regierung zudem stärker in politische und gesellschaftliche Debatten einbringen.

Darüber hinaus plädieren die Koalitionsfraktionen dafür, eine zeitnahe Evaluierung des Forschungsfelds in Auftrag zu geben. Dabei sollen alle relevanten deutschen Einrichtungen einbezogen werden. Und auch der internationale Austausch in der Friedens- und Konfliktforschung solle weiter befördert werden, heißt es im Antrag.

 

Das Wichtigste zusammengefasst:

Mit einem gemeinsamen Antrag fordern die Koalitionsfraktionen die Bundesregierung dazu auf, die Friedens- und Konfliktforschung noch gezielter zu fördern und ihre Ergebnisse noch stärker zu nutzen.