Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher;
Johannes Kahrs, haushaltspolitischer Sprecher:

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute zusätzliche Mittel in Höhe von 114 Millionen Euro für die Kultur- und Medienlandschaft in Deutschland bereitgestellt. 

„Wir sind stolz wie bolle, dass wir mit diesem Haushalt über 114 Millionen Euro des Bundes in die Förderung großartiger Kulturprojekte in ganz Deutschland investieren.

Ganz besonders freuen wir uns, mit der Gründung einer neuen Stiftung für Mitteldeutsche Schlösser und Gärten die bedeutende Kulturlandschaft Mitteldeutschlands nachhaltig stärken zu können, dafür stehen bereits 2019 fünf Millionen Euro bereit.

Das Denkmalschutz-Sonderprogramm zur Sicherung und Erhaltung von Kulturdenkmälern setzt zudem einschließlich des Orgelsanierungsprogramms in der gesamten Republik denkmalpflegerische Akzente und wird mit 40 Millionen Euro aufgestockt.

Mit acht Millionen Euro in den nächsten Jahren stärken wir das Bündnis internationaler Produktionshäuser und somit die zeitgenössischen darstellenden Künste und deren Vernetzung mit anderen Bereichen der Gesellschaft.

Mit der Bereitstellung von zwei Millionen Euro kann nun endlich das Zukunftsprogramm Kino an den Start gehen und wichtige Akzente für den Kultur- und Filmstandort Deutschland setzen. 

Den Musikstandort Deutschland stärken wir durch die Förderung des Jazzfestivals Jericho und des Moers-Festivals. Dazu kommt die Förderung des neuen Zentrums für Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Musiktechnik (BackwardPlayForward) mit insgesamt 4,6 Millionen Euro in den nächsten Jahren.

Auch andere Festivals bringen wir voran, zum Beispiel das Festspiel Deutsche Sprache und das Festival Tanzrauschen Wuppertal.

Zum Ausbau der kulturpolitischen Forschung stärken wir das Institut für Kulturpolitik mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Die Bundesvereinigung soziokultureller Zentren kann außerdem mit 475.000 Euro zusätzlich ihre Arbeit für Integration ausbauen.

Ohne Erinnerung ist keine Zukunft möglich, deshalb fördern wir den Friedhof der Märzgefallenen als ein positives Moment unserer Demokratiegeschichte mit insgesamt drei Millionen Euro in den nächsten Jahren. Zudem ist es ein wichtiges Zeichen im Vorfeld von 30 Jahren friedlicher Revolution, dass die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur insgesamt eine Million Euro für ihre aufklärende Arbeit erhält.

Damit ermöglicht der Bundestag eine Stärkung der vielfältigen Kulturregionen in Deutschland.“