Carsten Schneider, erster Parlamentarischer Geschäftsführer;
Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher:

Vor 100 Jahre begannen in Weimar die Beratungen der Nationalversammlung zur ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Heute findet die Gedenkveranstaltung in Weimar statt.

„Nur wenige Monate nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Abschaffung der Monarchie fanden sich in Weimar am 6. Februar 1919 demokratisch gewählte Mitglieder eines deutschen Parlaments zusammen, um dem Land eine neue Verfassung zu geben. Die Stadt wurde zum Geburtsort der Weimarer Reichsverfassung, die noch heute für die Werte der Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit steht. Diesem Erbe fühlen wir uns durch unser Grundgesetz tief verbunden und verpflichtet.

Die Geschichte der Weimarer Republik zeigt uns gleichzeitig die Kostbarkeit und die Verletzlichkeit einer Demokratie. Umso wichtiger bleibt es, dass wir im 100. Jahr der Entstehung ihrer Verfassung der Geschichte des deutschen Parlamentarismus und der deutschen Demokratie ein würdiges Gedenken und Erinnern bereiten. Kunst und Kultur sind Ausdruck des menschlichen Daseins. Sie prägen unsere kulturelle Identität und leisten einen Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Wir bekennen uns besonders auch in Zeiten von Populismus und Fremdenfeindlichkeit zur Kunst-, Meinungs- und Pressefreiheit und werden diese aktiv schützen. Diese errungenen Freiheiten machen unsere demokratische Gesellschaft und unser Gemeinwesen stark.

Die SPD-Bundestagsfraktion ist stolz auf die demokratische Verfassung Deutschlands. Wir werden uns weiterhin jeden Tag mit aller Kraft für unsere lebendige Demokratie in all ihrer Vielfältigkeit einsetzen.“