Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher:

Heute startet das „Zukunftsprogramm Kino“, für das der Deutsche Bundestag für 2020 17 Millionen Euro über den Haushalt zur Verfügung stellt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu dem Ziel der SPD-Bundestagsfraktion, das Kino als kulturellen Begegnungsort attraktiver zu machen.

„Mit dem Zukunftsprogramm sollen Kinos in Deutschland, insbesondere auch außerhalb von Metropolen, als Kulturorte gestärkt und die Sichtbarkeit des kulturell anspruchsvollen Kinofilms in der Fläche gesichert werden. Das Kino ist und bleibt der zentrale Ort des Filmerlebens. Kinos sind Sehnsuchtsorte.

Das ‚Zukunftsprogramm Kino‘ folgt auf das bereits 2019 von uns auf den Weg gebrachte ‚Soforthilfeprogramm Kino‘ mit 5,5 Millionen Euro zur Stärkung des ländlichen Raumes. Meist sind es die kleineren oder weniger dicht besiedelten Gebiete, die ein Kino als kulturellen Begegnungsort besonders gut gebrauchen können.

Mit dem Programm können nun bis zu 60.000 Euro für Kinos mit einem Saal beziehungsweise 45.000 Euro pro Leinwand für Kinos ab zwei Sälen beantragt werden. Kinos können Mittel beantragen, wenn sie einige oder mindestens eins der Kriterien erfüllen wie zum Beispiel in einer Gemeinde bis maximal 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegen, den Kinoprogrammpreis des Bundes erhalten haben oder einen Besuchs- bzw. Programmanteil für deutsche und europäische Filme von mindestens 40 Prozent vorweisen können.

Wichtig ist, dass das Kino seinen Sitz in einem Bundesland hat, das eine entsprechende Kinoförderung bereitstellt. Deshalb appellieren wir an alle Bundesländer, eigene Programme auf die Beine zu stellen und die Mittel für die Kofinanzierung so schnell wie möglich bereitzustellen.

Die SPD-Bundestagsfraktion stärkt weiterhin den deutschen Film als Kultur- und Wirtschaftsgut und unterstützt die Qualität und Vielfalt des deutschen Filmschaffens unterstützen.“