Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher;
Helge Lindh, zuständiger Berichterstatter:

Der bisherige „Echo“ wird abgeschafft. Nach massiver Kritik an der Preisverleihung an die zwei deutschen Hip-Hopper Kollegah und Farid Bang, wegen antisemitischer und fremdenfeindlicher Texte teilte der Bundesverband der Musikindustrie nun das Ende des Musikpreises mit.  

„Es ist ein gutes Zeichen, dass es den Echo in seiner bisherigen Form nicht mehr geben wird. Es zeigt, dass die Musikindustrie verstanden hat, dass der Wert der Musik nicht einfach nur nach Verkaufszahlen berechnet werden darf und sie so ohne weiteres zu einer Bühne für Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und genereller Menschenverachtung werden kann.

Wichtig ist nun, dass die Künstlerinnen und Künstler im Genre Musik weiterhin mit einer angemessenen Auszeichnung öffentlich geehrt werden können. Denn Musik kommuniziert Leidenschaft und ist Ausdruck des Lebens. Musik und Kunst bereichern und prägen unsere kulturelle Identität und leisten einen Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Integration.

Die Freiheit der Kunst endet da, wo das Persönlichkeitsrecht von anderen verletzt wird. Diese Grenze hatte der Echo überschritten. Umso mehr freuen wir uns, dass der Bundesverband der Musikindustrie nun die Kriterien ändern will und auf die öffentliche Kritik aus Kunst, Kultur und Gesellschaft angemessen reagiert.“