Martin Rabanus, Kultur- und Medienpolitischer Sprecher;
Helge Lindh, zuständiger Berichterstatter:

Am 21. Mai begehen wir den UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung. Dieser Tag soll uns daran erinnern, dass der kulturelle Austausch zwischen den Menschen einen positiven Beitrag für unser gesellschaftliches Zusammenleben leisten kann und immer schon geleistet hat. Begegnung baut trennende Mauern ab und untergräbt auf wundersame Weise Vorurteile.

„Deutschland war und ist ein Land, in dem kulturelle Identität aus Vielfalt erwächst. Wer die Neugier auf andere und das Interesse am anderen ausschließt, der verliert sich selbst. Doch Gruppen wie Pegida, Identitäre und AfD schüren mit Verweis auf kulturelle Vielfalt Ängste, um unsere Gesellschaft zu spalten. Es drohe ein Kulturverlust, eine Gesinnungsdiktatur und eine Abschaffung der Meinungsfreiheit. Das Gegenteil ist der Fall.

Freiheit, Sicherheit und Meinungsvielfalt machen unser Heimatland aus. Das gelingt uns ohne eine ausgrenzende Leitkultur. Es ist vielmehr einem offenen Verständnis von Kunst und Kultur geschuldet, dass wir in unserer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft friedlich zusammenleben können. Denn Kunst und Kultur sind die Werkzeuge, die Ressentiments erschüttern, für ein besseres Verständnis untereinander sorgen und helfen, Konflikte auszuhalten und zivil auszutragen. Zusammenleben ist nie  konfliktfrei und fordert aktive Arbeit daran.

Wir unterstützen auch in dieser Legislaturperiode die Förderung der Soziokultur, Interkultur und der kulturellen Teilhabe. Mit der „Agenda für Kultur und Zukunft“, die wir gemeinsam mit den Ländern, Kommunen und der Zivilgesellschaft für ganz Deutschland voranbringen möchten, wollen wir künstlerische Initiativen in urbanen und ländlichen Gebieten weiter fördern. Kunst und Kultur sind unser wichtigstes Kapital, das wir für den Zusammenhalt der Gesellschaft einbringen können.“