Der Ampel-Koalition sind die Renter:innen wichtig: Im Juli sollen die Renten im Westen um 5,25 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent steigen. In Zeiten steigender Preise ist diese spürbare Erhöhung ein wichtiges Signal, besonders für kleine Renten. „Das ist kein Geschenk - das ist verdient“, betonte Hubertus Heil am Freitag im Bundestag. Rentner:innen würden gerne braun gebrannt und mit Golfschläger bebildert - dabei kenne er viel mehr Rentner:innen, die Minigolf spielten, als welche, die sich Golf leisten könnten. Wer im Alter auf der Parkbank sitze, der habe oft Jahre Werkbank hinter sich. „Deshalb sei diese Rentenerhöhung wichtig und richtig!“, so Heil. Sie sei das Ergebnis von Lebensleistung.

Zudem werden endlich deutliche Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner:innen erreicht. Also für alle, die krankheitsbedingt nicht mehr oder nur noch teilweise arbeiten können und deshalb die sogenannte Erwerbsminderungsrente beziehen. Für viele von ihnen sollen die Renten für die spürbar erhöht werden. Wer eine Erwerbsminderungsrente bezieht, die zwischen 2001 und 2018 begonnen hat, soll ab Juli 2024 einen pauschalen Zuschlag erhalten, der an die individuelle Rentenhöhe anknüpft. Davon profitieren rund drei Millionen Menschen. Durch die Erhöhung soll Altersarmut bekämpft und die derzeitigen finanziellen Belastungen durch die höheren Energiepreise abgefedert werden.

Zudem soll der Nachholfaktor wieder eingeführt werden, der dafür sorgt, dass sich Löhne und Renten im Gleichklang entwickeln. Während der Corona-Pandemie wurde eine Rentengarantie eingeführt und der Nachholfaktor vorübergehend ausgesetzt, damit die Renten stabil bleiben. Inzwischen steigen die Löhne wieder und der Faktor wird wieder eingeführt. Damit wird für eine generationengerechte Rente gesorgt. 

Der Gesetzesentwurf zu diesen Änderungen wurde in dieser Woche erstmals im Bundestag beraten.