Die Preisverleihung 2026 zeichnet junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren aus, die sich mit kreativen Projekten für eine gerechte, offene und solidarische Gesellschaft einsetzen. Aus zahlreich eingereichten Projekten wurden acht Finalist:innen nach Berlin eingeladen und drei Gewinnerteams ausgewählt, die je 1.600 Euro und eine Projektpatenschaft durch eine SPD-Bundestagsabgeordnete erhalten.
Eine Gesprächsrunde moderiert von Derya Türk-Nachbaur griff das Motto „MachDenUnterschied: Haltung zeigen!“ auf: Die Schilderungen der Zeitzeugin Petra Michalski (Jahrgang 1937) und die Erfahrungen von David Mandrella, der gerade als jüngster SPD-MdB in den Bundestag nachgerückt ist, zeigen von unterschiedlichen Biografien aus betrachtet, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen. Es ist wichtig, gerade junge Menschen zu ermutigen, sich zu engagieren und für ein besseres Miteinander einzustehen. Auch Iuma, Sängerin und Aktivistin macht es deutlich – das Private ist politisch. Noémie Vandevenne, Landeschüler:innenvertreterin, engagiert sich neben ihren ganzen schulischen Verpflichtungen für Schule als Demokratieraum.
Die drei Sieger:innenprojekte würden von ihren Wahlkreisabgeordneten geehrt und mit einem Preisgeld von je 1.600 Euro ausgezeichnet. Gestiftet wird diese von den SPD-Bundestagsabgeordneten.
Vor der Preisverleihung gab es schon ab Nachmittags ein Programm für die Finalist:innen, Interessierte und die 60 Teilnehmer:innen des Girls’Days der SPD-Fraktion. Neben Workshops und einem Markt der Möglichkeiten konnten sich die Finalist:innen in einer Runde mit ihren Wahlkreispat:innen austauschen.
Der Otto-Wels-Preis erinnert an Otto Wels, der am 23. März 1933 als Vorsitzender der SPD-Reichstagsfraktion als einziger Parteivorsitzender die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes begründete. Mit den Worten "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht" setzte er ein bis heute wirkendes Zeichen für demokratische Haltung. Und mit dem Otto-Wels-Preis für Demokratie wollen wir diese Werte lebendig halten. Denn Haltung ist mehr als ein Wort. Sie wird sichtbar durch Engagement.
Otto Wels stand 1933 im Reichstag für Werte ein, die bis heute zählen: Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Er hatte keine Macht, aber er hatte Mut. Und dieser Mut ist bis heute ein Vorbild. Auch heute brauchen wir Menschen, die Haltung zeigen. Menschen, die sich einsetzen für Fairness, Respekt und ein gutes Miteinander.