PISA-Studie bestätigt: Brauchen nationale Bildungsallianz und mehr Investitionen
Die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie bestätigen, dass Deutschland in Sachen Bildungsinvestitionen tatkräftiger sein muss, betont der stellvertretende Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil. Die gemeinsame Bildungsallianz von Bund, Ländern und Kommunen, das vereinbarte Schulsanierungsprogramm und auch der Digitalpakt müssen schnell umgesetzt werden. Und das ist erst der Anfang.
„Deutschlands Bildungssystem muss eines der besten der Welt sein. Von diesem Ziel sind wir laut den aktuellen PISA-Ergebnissen immer noch weit entfernt. Vor allem schaffen es unsere Kitas und Schulen oft nicht, jedem Kind die gleichen Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft zu bieten. Das geringe Interesse an MINT-Berufen ist zudem für ein auf Fortschritt und Innovation angewiesenes modernes Industrieland ein Warnzeichen.
Deshalb dürfen wir gerade jetzt nicht nachlassen und müssen handeln. Der Bund muss in einer gemeinsamen Bildungsallianz mit den Ländern und Kommunen stärker in Bildung investieren. Der Durchbruch beim Kooperationsverbot muss ohne Abstriche schnell umgesetzt und das vereinbarte Schulsanierungsprogramm zügig starten. Bundesbildungsministerin Wanka (CDU) sollte für sich jetzt entscheiden, ob sie ihren ‚Digitalpakt‘ auch ernst meint und umsetzen will, oder ob es bei der Ankündigungspolitik bleibt.
Aber das ist nur ein Anfang. Um die soziale Schieflage im Bildungswesen zu überwinden wollen wir schrittweise mit dem 104c einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz an Grundschulen schaffen – damit die sozialen Benachteiligungen gar nicht erst entstehen, die wir später mit viel Geld wieder nachsorgend beheben müssen.“