Prävention im Betrieb steht im Zentrum

In einer alternden Gesellschaft sind Gesundheitsförderung und Prävention wichtiger denn je. Seit langem setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion in diesen Bereichen für Verbesserungen ein. Jetzt hat der Bundestag ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Das Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Menschen in allen Lebensphasen und bis ins hohe Alter gesund und fit bleiben.

Klar ist: Je früher im Leben mit der Gesundheitsförderung und Prävention begonnen wird, desto eher können Risikofaktoren wie mangelnde Bewegung, Übergewicht oder chronische Stressbelastungen beeinflusst werden. Kinder, die viel Sport machen, bekommen zum Bei-spiel als Erwachsene seltener Bluthochdruck und haben damit ein wesentlich geringeres Schlaganfallrisiko. Deshalb ist es besonders wichtig, Familien in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken und ein gesundes Aufwachsen der Kinder zu fördern.

Mit dem Gesetz verdoppelt die Koalition die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zur Prävention und Gesundheitsförderung. Insgesamt stehen von 2016 an mehr als 500 Millionen Euro zur Verfügung. „Es ist eine Pflicht, dass mehr in gesundheitliche Prävention investiert wird, und zwar für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen“, sagt SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach.

Gesundheitsförderung im Betrieb

Das Gesetz werde dazu beitragen, ungleiche Gesundheitschancen in der Gesellschaft zu verhindern, sagt die Patientenbeauftragte der SPD-Fraktion Helga Kühn-Mengel. „Wir gehen auf die Menschen zu. Wir gehen in ihre Lebenswelten: in Kitas, Schulen, Betriebe, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in Pflegeeinrichtungen, um die Gesundheitsförderung zu stärken.“

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gesundheitsförderung im Betrieb. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen von dem Gesetz profitieren. Gesundheitsfördernde Strukturen, eine bessere Beratung und Unterstützung durch die Krankenkassen sowie eine engere Verknüpfung mit dem Arbeitsschutz werden dazu führen, dass deutlich mehr Unternehmen mit Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung erreicht werden.

Außerdem werden die Präventionsleistungen in anerkannten Kurorten verbessert. So sind Erleichterungen für Versicherte mit besonderen beruflichen und familiären Belastungen vor-gesehen: Beschäftigte in Schichtarbeit oder pflegende Angehörige sollen Präventionsangebote leichter in Anspruch nehmen können.

Der Beitrag stammt aus der neuen Ausgabe der Guten Arbeit.