25 Jahre Nachbarschaftsvertrag Deutschland-Polen

Vor 25 Jahren, am 17. Juni 1991, unterzeichneten Deutschland und Polen den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit.  Der Nachbarschaftsvertrag von 1991 bildete die Grundlage für eine ausgesprochen dynamische Entwicklung der Zusammenarbeit beider Nachbarländer. Die SPD-Bundestagsfraktion ist und bleibt der guten Nachbarschaft und freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Polen verpflichtet. Dazu gibt es sogar eine Aktion.

Angesichts der entsetzlichen deutschen Verbrechen gegen Polen während des Zweiten Weltkrieges und der jahrzehntelangen europäischen Teilung ist die heute bestehende deutsch-polnische Freundschaft und Partnerschaft innerhalb der EU eine kostbare Errungenschaft. Der Nachbarschaftsvertrag von 1991 bildete die Grundlage für eine ausgesprochen dynamische Entwicklung der Zusammenarbeit beider Nachbarländer.

Heute sind Deutschland und Polen politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich eng miteinander verbunden. Auf der Parlaments- und Regierungsebene bis hin zur Lokalpolitik wird ein lebendiger Austausch gepflegt. Zahlreiche zivilgesellschaftliche und kulturelle Initiativen, Jugendbegegnungen und persönliche Freundschaften bilden ein starkes Band zwischen den Bevölkerungen. Die deutsch-polnische Kooperation zeigt beispielhaft, dass eine gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe auch bei bestehenden Unterschieden in den Ansichten, Interessen oder Schwerpunktsetzungen beider Partner möglich ist. Die SPD-Bundestagsfraktion ist und bleibt der guten Nachbarschaft und freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Polen verpflichtet.

Bereits vor der Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrages erfolgten Schritte der Annäherung. Dabei spielten engagierte Bürgerinnen und Bürger und Initiativen aus der Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle. Unvergessen ist der Brief der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder von 1965 mit dem wegweisenden Satz „Wir vergeben und bitten um Vergebung“. Die SPD wurde im Rahmen der mutigen Ostpolitik unter Bundeskanzler Willy Brandt zur Wegbereiterin einer politischen Normalisierung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der damaligen Volksrepublik Polen. Mit dem 1970 unterzeichneten und 1972 ratifizierten Warschauer Vertrag wurde die deutsch-polnische Grenze faktisch anerkannt, auf gegenseitige Gebietsansprüche verzichtet und der Verzicht auf Gewaltanwendung erklärt. Innenpolitisch damals höchst umstritten, war diese Annäherung ein Meilenstein auf dem Weg hin zu guten deutsch-polnischen Beziehungen, die mit der Unterzeichnung des Grenzvertrages sowie des Nachbarschaftsvertrages und Polens Beitritt zur Nato und EU weiter gefestigt wurden. 

Aktion auf Facebook

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aller im Bundestag vertretenen Fraktionen sagen zum 25. Jubiläum des Nachbarschaftsvertrages zahlreiche Abgeordnete der SPD „Danke Polen / Dziękuję Ci, Polsko“ und senden per Facebook Grüße und Botschaften nach Polen. Denn es gibt viel, wofür wir Polen danken können, was wir mit Polen verbinden und was wir an Polen lieben. Die Aktion ist hier zu finden.