Kulturgut Buch fördern

Die Fraktionen von SPD und CDU/CSU setzen sich dafür ein, dass die Buchpreisbindung auch weiterhin erhalten bleibt - trotz gegenteiliger Empfehlung der Monopolkommission. Ein Antrag erläutert, warum.

Das Buch ist ein herausragender Teil des großen kulturellen Reichtums in unserem Land, den es zu schützen gilt. Die vielen Autorinnen und Autoren, die Verlage und die zahlreichen Buchhandlungen in unseren Städten prägen das Kulturgut Buch auf vielfältige Weise. Das Buch ist nicht nur ein Wirtschaftsprodukt, das gehandelt wird, sondern es ist auch ein identitätsstiftendes Kulturgut für viele Bürgerinnen und Bürger. Die Buchhandlungen sind Trägerinnen von Kultur vor Ort.

Die unabhängige Monopolkommission kommt in ihrem Sondergutachten Nr. 80 zu der Empfehlung, die Buchpreisbindung abzuschaffen. Das steht im klaren Widerspruch zur herausragenden Bedeutung des Buches.

Das Kulturgut Buch und die deutsche Buchhandlungslandschaft dürfen nicht alleine den Wettbewerbsmechanismen des freien Marktes überlassen werden. Darum haben die Koalitionsfraktionen am Freitag einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der sich für die Buchpreisbindung ausspricht, also für den vom Verlag angegebenen und für alle Händler verbindlichen Preis des Buches.

Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, den Empfehlungen der Monopolkommission nicht zu folgen und sich auch weiterhin auf Ebene der Europäischen Union für den Erhalt einzusetzen. Denn die Buchpreisbindung ist das Instrument, um die kulturelle Vielfalt auf dem Literaturmarkt zu sichern. Sie fördert eine lebendige Buchkultur in Deutschland, die den verschiedenen Interessen der Leserinnen und Leser gerecht wird.

Außerdem unterstützt dieser Antrag die Anstrengungen der Bundesregierung, die Vielfalt und Stärke des Kulturgutes Buch noch deutlicher hervorzuheben. Die Verleihung des von der Bundesregierung im Jahr 2015 ins Leben gerufenen Buchhandlungspreises oder des Verlagspreises, der 2019 zum ersten Mal verliehen wird, werden begrüßt.