Mehr Beratungsangebote vor der Ausbildung

Bessere Durchlässigkeit zwischen Studium und beruflicher Bildung beschlossen

Um Ausbildungs- und Studienabbrüchen vorzubeugen und die berufliche Bildung zu stärken, soll die Bundesregierung mit den Ländern und der Bundesagentur für Arbeit die Berufs- und Studienorientierung ausbauen und den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Nach abschließender Debatte hat das Parlament am 24. September 2015 einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen beschlossen.
Auszubildende und ihr Ausbilder an der Werkbank

„Die berufliche Bildung bietet den jungen Menschen eine ausgezeichnete Qualifizierung. Durch eine duale Berufsausbildung erlangen sie die volle Berufsfähigkeit“, betont der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Willi Brase. Damit auch Quereinsteiger in der Berufsbildung vielfältige Aufstiegschancen bekommen und Bildungs- und Lebenswege „nicht mehr vom Geldbeutel der Eltern“ abhängen, sei es erforderlich, mehr Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung und mehr Durchlässigkeit in beide Richtungen durchzusetzen. Genau dies fordert der Bundestag nun mit dem beschlossenen Antrag der Koalitionsfraktionen (Drs. 18/4928).

Mehr Rückenwind für die berufliche Bildung

Für Rainer Spiering, Berichterstatter für Duale Ausbildung der SPD-Fraktion, ist klar: „Schon in der Schule muss es eine umfassende Berufsorientierung geben, die den Jugendlichen aufzeigt, dass sie mit einer Berufsausbildung einen spannenden und gut bezahlten Job finden können. Und dann können sie sogar ein Studium anschließen, auch ohne Abitur, dafür reichen Ausbildung und Berufserfahrung als Studium-Voraussetzung.“
Bei der Ausbildungsberatung sollen besonders Jugendliche mit Migrationserfahrung und ihre Familien in den Blick genommen werden, da diese in der Regel weniger mit den Prinzipien der dualen Ausbildung in Deutschland vertraut sind.

Zudem fordern die Parlamentarier zum Beispiel, die Berufsschullehrerausbildung besser zu fördern und das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz („Meister-BAföG“) zu novellieren, damit berufliche Weiterbildungen zum Meister, Techniker oder Fachwirt noch stärker vom Staat unterstützt werden können.

 

Jasmin Hihat

    • Pressemitteilung
      Nr.
      666
      Die Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung stärkt die Chancengerechtigkeit in der Bildung. Ausbildungs- und Studienaussteiger erhalten neue Perspektiven. Auch für geflüchtete junge Menschen eröffnet die berufliche Bildung unter anderem durch die Einstiegsqualifizierung gute Möglichkeiten zum Start auf dem Ausbildungsmarkt, erklärt Willi Brase.
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      622
      Über eine Milliarde Euro mehr für Bildung und Forschung und ein Plus von über sieben Prozent gegenüber dem laufenden Jahr – das ist ein beachtlicher Erfolg. Die Bildungs- und Forschungspolitik wird mit der heutigen Einbringung des Regierungsentwurfs 2016 in langen Linien fortentwickelt, sagt Swen Schulz.
    • Pressemitteilung
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      602
      Die Unionsfraktion zeigt Bewegung, den Regierungsvorschlag zur anstehenden Reform zum Meister-BAföG im Rahmen des parlamentarische Verfahrens zu einer substanziellen Novellierung werden zu lassen. Wir begrüßen die Initiative ausdrücklich, erklärt Martin Rabanus.
    • Pressemitteilung
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      396
      Das berufliche und akademische Bildungssystem müssen als gleichwertig angesehen werden. Die Möglichkeit zum barrierefreien Wechsel zwischen den Systemen eröffnet jungen Menschen vielseitige Bildungs- und Berufschancen und ist daher ebenso unabdingbar wie eine umfassende Berufs- und Studienberatung, erklärt Willi Brase.
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      824
      Die Allianz für Aus- und Weiterbildung leitet die notwendigen Schritte zur Umsetzung der von der SPD-Bundestagsfraktion geforderten Ausbildungsgarantie ein. Die betriebliche Ausbildung hat dabei Vorrang. Es ist ein großer Erfolg im Sinne der Jugendlichen, dass Wirtschaft, Länder, Bund und die Gewerkschafter als neuer Partner hinter der Allianz stehen, erklären Willi Brase und Rainer Spiering.
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