Position der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung

Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, wollen wir das Aufstiegs-BAföG auch in der 19. Wahlperiode mit der dann 4. Novelle des Gesetzes zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (AFBG) reformieren. Im Frühjahr soll der Deutsche Bundestag über die Reform beraten. Die Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion hat ihre Zielsetzungen für die geplante Reform in einer Position zusammengefasst.

Damit machen wir deutlich, wie die Aufstiegsfortbildung weiterentwickelt werden muss, damit sie aktuellen Bedarfen gerecht wird und eine attraktive Förderung für weiterbildungswillige Fachkräfte bleibt.

Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen erreichen einen immer höheren Stel­lenwert für die Menschen in Deutschland als Teil der modernen Arbeitswelt und Mit­glieder der Informationsgesellschaft. Verschiedene Initiativen der SPD auf Bundes­ebene zielen darauf ab, diese Situation aufzugreifen und Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zu unterstützen. Denn gut ausgebildete Fachkräfte sind das Rückgrat unse­rer Wirtschaft und Basis unseres Wohlstands. Oft genannte Hürden für die Aufnahme einer Weiterbildung sind die zur Verfügung stehende Zeit sowie die finanzielle Absi­cherung während der Weiterbildung. Dies wollen wir aber nicht nur mit der Anhebung von Bedarfssätzen und Freibeträgen angehen, sondern die Weiterbildungsförderung weiter öffnen und flexibilisieren.

Deshalb stehen für uns im Zentrum der Reform die Gebührenfreiheit bei den Maß­nahmekosten sowie die Förderfähigkeit einer weiteren Weiterbildung. Zudem soll die Antragstellung vereinfacht und die Förderfähigkeit des onlinebasierten E-Learnings ausgebaut werden.

Schlussendlich soll die Reform mehr Fachkräfte motivieren, eine Weiterbildung aufzu­nehmen. Eine moderne Förderung, die dabei unterstützt, Weiterbildung, Beruf und Familie auszubalancieren, ist dafür der richtige Weg.