Swen Schulz, zuständiger Berichterstatter:

Das neue Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung in Berlin wird heute aus der Taufe gehoben. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat mit einer Gründungsfinanzierung von drei Millionen Euro dafür die Weichen gestellt.

„Nicht erst seit der Flüchtlingsdebatte gibt es einen massiven Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Integration und Migration. An verschiedenen Stellen wird in Deutschland exzellente Wissenschaft in diesem Bereich betrieben. Doch wir brauchen eine weitere Stärkung sowie eine Bündelung auch mit Blick auf die öffentliche und politische Debatte. Wir sind froh, dass wir im Haushaltsausschuss mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und der Humboldt-Universität gemeinsam mit weiteren Akteuren engagierte Partner für das Anliegen gefunden haben.

Unter dem Dach der neuen Forschungseinrichtung in Berlin werden disziplinübergreifend Lücken der bestehenden Forschungsinfrastruktur geschlossen. Darüber hinaus entsteht eine Vernetzungsplattform für den Austausch renommierter Wissenschaftler sowie Nachwuchsforscher, aufbauend auf den bestehenden Strukturen der Migrations- und Integrationsforschung. Neben der exzellenten angewandten wie Grundlagen-Forschung geht es bei dem neuen Institut um die Schaffung und das Management eines Datenservice- und Kompetenzzentrums für empirische Forschung.

Für Berlin bedeutet die zweite neue Forschungseinrichtung des Bundes innerhalb weniger Wochen – nach dem Deutschen Internet-Institut – eine wahre Gründerzeit. Die Ansiedelung unterstreicht die herausragende Stellung der Stadt als Forschungs- und Wissenschaftsstandort.“