Christian Flisek, zuständiger Berichterstatter;
Siegmund Ehrmann, zuständiger Berichterstatter:

Gerade in der digitalen Welt werden kulturelle und kreative Inhalte immer wichtiger. Bücher, Filme, Musik und viele andere Kulturgüter prägen unsere kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Wahrnehmungen. Sie bieten Orientierung, klären auf und bilden. Umso wichtiger ist der Schutz des geistigen Eigentums.

„Der Welttag des Buches und des Urheberrechts erinnert uns erneut daran, wie wichtig der Schutz geistigen Eigentums als Grundlage kulturellen und kreativen Schaffens in unserer Gesellschaft ist. Regelungen zum Schutz geistigen Eigentums betreffen viele Bereiche des alltäglichen Lebens – die Arbeit der Kreativen wie Autoren, Übersetzern, Journalisten sowie die Nutzung und Verwertung dieser Arbeit. Jeder Einzelne ist tagtäglich mit urheberrechtlichen Fragen konfrontiert – meist ohne sich darüber bewusst zu sein. Jede kreative Leistung, jeder Text ist Eigentum seines Schöpfers. Dies muss auch in Zeiten der Digitalisierung gewahrt, geachtet und vor allem muss diese geistige Leistung auch entsprechend vergütet werden.

Viele neue digitale Geschäftsmodelle bauen darauf auf, kulturelle und kreative Inhalte zu verwerten. Wir müssen deshalb die Bedürfnisse der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie die der Verbraucherinnen und Verbraucher in den Fokus rücken. Denn wir warnen davor: Eine einseitige Auslegung und Behandlung des Urheberrechts wird niemandem gerecht und schadet am Ende allen Beteiligten.

Mit Blick auf das Kulturgut Buch sind der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für elektronische Informationsmedien aber auch die heute von Bundesminister Gabriel vorgestellte, gesetzliche Verankerung der Buchpreisbindung für E-Books von besonderer Bedeutung. Insgesamt sollte es keinen Unterschied geben, wie elektronische und gedruckte Bücher behandelt werden.“