Martin Rabanus, MdB, zuständiger Berichterstatter:

Am kommenden Montag tritt die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) in Kraft. Die Große Koalition setzt damit ein starkes Signal für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

„Mit der Novelle des Meister-BAföGs, die auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion zurückgeht, stehen ab dem 1. August höhere Fördersätze, Freibeträge und Zuschussanteile zur Verfügung: So steigt der maximale Unterhaltsbeitrag im AFBG für Alleinstehende um 71 Euro (von 697 Euro auf 768 Euro). Der maximale Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten steigt von 10.226 Euro auf 15.000 Euro. Daneben wird der Kreis der Geförderten erweitert: Auch Bachelorabsolventen und ‑absolventinnen können nun eine AFBG-Förderung erhalten, wenn sie zusätzlich einen Meisterkurs oder eine vergleichbare Fortbildung machen wollen. Mit dem Stichtag 1. August kommen alle Neuerungen der Novelle bei den Geförderten an – egal, ob sie schon mit AFBG-Förderung an einer Fortbildung teilnehmen oder diese erst danach beginnen. Neu beginnen kann eine geförderte Aufstiegsfortbildung auch, wer als höchsten Hochschulabschluss bereits einen Bachelorabschluss hat oder wer ohne Erstausbildungsabschluss – etwa als Studienabbrecher oder mit Fachabitur und Berufspraxis – zur Prüfung oder Fachschule zugelassen wird.

Mit der Novelle des Meister-BAföGs zum AFBG ermöglichen wir mehr Menschen den Zugang zur Förderung und legen die Basis für attraktive Förderbedingungen in der Berufsbildung. Damit wird aus dem altbewährten Meister-BAföG im wahrsten Sinne des Wortes ein Aufstiegs-BAföG.

Mit dem AFBG setzen wir ein großes sozialdemokratisches Projekt mit hoher Nachfrage um: Allein im Jahr 2015 wurden rund 162.000 Personen mit AFBG unterstützt. Für die nun dritte Novelle des AFBG investiert der Bund bis 2019 alleine zusätzlich 245 Millionen Euro.“