Karl-Heinz Brunner, queerpolitischer Sprecher:

Die jüngsten Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), queeren Schutzsuchenden das Asyl zu verweigern, sind nicht nachvollziehbar. 

„Das Handeln des Bundesamtes ist an dieser Stelle nicht nachvollziehbar. Es ist völlig unumstritten, dass queere Menschen noch immer in vielen Staaten massivsten Formen der Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt sind. Das BAMF hat die Aufgabe, die Interessen der Schutzsuchenden in angemessener Form zu würdigen. Man kann die Wahrnehmung dieser Aufgabe nur als gescheitert beschreiben, wenn beispielsweise einem jungen Ägypter in seiner Coming-Out-Phase abgesprochen wird „wirklich schwul“ zu sein. Diese Bewertungen sind zur Ausführung unserer Gesetze weder sachdienlich, noch wahren sie den Respekt vor der Privatsphäre der Antragsstellenden.“