Nezahat Baradari, zuständige Berichterstatterin:

Wer zu Weihnachten Kinderspielzeug verschenken will, sollte unbedingt auf das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ achten. Die Stiftung Warentest hat erneut bedenkliche Chemikalien, die im Verdacht stehen Krebs zu erzeugen, in Spielzeug nachgewiesen. Nur strengere Grenzwerte für gefährliche Stoffe im Kinderspielzeug bieten Abhilfe.

„Sobald ein mögliches Risiko durch eine Chemikalie besteht, sollte sie nicht in Spielzeug für Kinder verwendet werden dürfen. Es ist bereits möglich, Spielzeug ohne Mittel wie zum Beispiel Naphthalin zu produzieren. Für potenziell gefährliche Stoffe müssen endlich strengere Grenzwerte in Spielzeug eingeführt werden. Das CE-Kennzeichen bietet hier keinen Schutz, denn es wird vom Hersteller angebracht und nicht überprüft. Aktuell legt nur das freiwillige GS-Zeichen strengere Grenzwerte für gefährliche Stoffe fest und gibt nach einer Überprüfung durch unabhängige Stellen den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Empfehlung.

Unter 23 Puppen und Figuren, die von Stiftung Warentest untersucht wurden, enthielten sieben den potenziell krebserzeugenden Stoff Naphthalin. Solche Geschenke gehören nicht unter den Weihnachtsbaum. Gerade bei Kinderspielzeug sollte besondere Vorsicht geboten sein. Zum einen nehmen Kinder durch ihren schnelleren Stoffwechsel und die intensivere Atmung mehr Stoffe als Erwachsene aus der Umwelt auf. Zudem stecken Kinder Gegenstände gerne einmal in den Mund oder knuddeln sie stundenlang, deshalb kommen sie mit Schadstoffen viel direkter in Kontakt.“