Karamba Diaby, zuständiger Berichterstatter:

Mit dem neuen Programm HAW.International des DAAD werden Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und Fachhochschulen (FH) Forschung und Lehre internationaler ausrichten können. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2022 rund 50 Millionen Euro bereit.

„Wir unterstützen das neu konzipierte und speziell auf Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften zugeschnittene Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Viele deutsche Fachhochschulen wollen sich schon länger verstärkt international ausrichten und ihre Internationalisierungsstrategien und Kooperationsprojekte ausbauen. Bisher fehlte es oft an entsprechenden Kapazitäten. Daher ist der Internationalisierungsgrad der HAWs im Vergleich zu den Universitäten in der Regel deutlich geringer. Sie bieten aber durch praxisnahes Studium und anwendungsorientierte Forschung die Möglichkeit, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden.

Wir haben uns als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im November 2018 im Positionspapier „Gute Lehre, stake Forschung, bessere Karrieremöglichkeiten, mehr Internationalität“ für mehr Internationalisierung der Fachhochschulen ausgesprochen. Das neue Programm HAW.International des DAAD begrüßen wir als wichtigen Schritt, um die Internationalisierung der Fachhochschulen mit Elan und Intensität voranzubringen.

Fachhochschulen und HAWs stehen schon lange nicht mehr nur im nationalen, sondern längst auch im internationalen Wettbewerb. Sie genießen gerade wegen ihrer Praxisorientierung im Ausland einen guten Ruf. Daher kommen erfreulicherweise immer mehr internationale Studie-rende nach Deutschland. Umgekehrt studieren immer mehr junge Menschen an Hochschulen im Ausland. Mit HAW.International und der Förderung von Modellprojekten sowie Stipendien für Studierende und Forschende – auch für Praktika – werden neue Internationalisierungsstrategien ermöglicht.“