Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher:

An diesem Donnerstag beginnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin. Unter dem Motto „Das Private ist politisch“ zeigt sich das bedeutendste Publikumsfestival der Welt erneut als wichtige gesellschaftliche Bühne. Der Stellenwert der Berlinale verdeutlicht, welch großes Gewicht Kinos für unsere vielfältige Kulturlandschaft haben. Der Film- und Kinostandort Deutschland muss weiter gestärkt werden.

„Die Kinosparte steht heute vor einem der größten Wandlungsprozesse der letzten Jahrzehnte. Sinkende Publikumszahlen, Landflucht und digitaler Umbruch stellen diesen Eckpfeiler unserer Kulturlandschaft vor große Herausforderungen. Dies betrifft vor allem die vielen kleinen und unabhängigen Kinobetriebe. Abhilfe kann hier das von der SPD-Bundestagsfraktion in den Koalitionsvertrag eingebrachte ‚Zukunftsprogramm Kino‘ schaffen, für das der Deutsche Bundestag bereits zwei Millionen Euro im Haushalt 2019 zur Verfügung gestellt hat. Dafür planen wir bereits eine deutliche Anhebung, verbunden mit der Forderung an die Bundesregierung, zeitnah ein Konzept für dieses Programm vorzulegen. Damit sollen Kinobetriebe Finanzmittel für Investitionen erhalten, um das Kino als Begegnungs- und Kulturort noch attraktiver gestalten zu können. Gerade auch für ein jüngeres Publikum und insbesondere für die ländlichen Regionen, wo in Kinostätten oftmals das öffentliche Kulturangebot zu finden ist, sollen damit gefördert werden.

Mit der diesjährigen Berlinale endet eine Ära. Nach 18 Jahren Intendanz verabschiedet sich Dieter Kosslick als Festspielleiter. Die SPD-Bundestagsfraktion ist ihm zu großem Dank für seine langjährige wertvolle Arbeit verpflichtet. Seine Innovationen und Ideen trugen dazu bei, dass die Berlinale heute zu einem der weltweit bedeutendsten Ereignisse der Filmbranche zählt.

Die Berlinale ist ein jährliches Highlight für die Film, Kultur- und Medienszene und die SPD-Bundestagsfraktion wird auch weiterhin Initiativen ergreifen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Film- und Medienstandortes Deutschland zu stärken und in seiner Vielfalt zu erhalten.“