Alleinerziehende sind auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor deutlich benachteiligt und werden in schwarz-gelber Regierungsverantwortung nicht ausreichend gefördert. Die SPD will mehr Chancen für Alleinerziehende. Dazu gehört z.B., einen Schulabschluss oder eine Berufsausbildung auch in Teilzeit abschließen zu können. Zudem fordern wir, dass Alleinerziehende in dem Verhältnis von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik profitieren, wie es ihrem Anteil an allen Arbeitslosen entspricht. Außerdem sollen sie einen Anspruch auf Qualifizierung und Weiterbildung bereits während der ersten drei Lebensjahre des Kindes bekommen – auch wenn sie in Elternzeit sind.
Zudem müssen strukturelle Ungerechtigkeiten wegfallen: Zieht ein neuer Partner ein, wird er sofort Teil der Bedarfsgemeinschaft – mit Einstandsverpflichtung. Kinderlose Paare hingegen haben ein Jahr Zeit sich zu beschnuppern. Dies ist eine unnötige Ungleichbehandlung, die wir abschaffen wollen.
Fast die Hälfte aller alleinerziehenden Frauen sind auf Hartz IV angewiesen. Das macht deutlich: Es läuft etwas schief. Wir müssen endlich die Leistung Alleinerziehender anerkennen. Die schwarz-gelben Sparmaßnahmen an der Arbeitsmarktpolitik müssen zurückgenommen werden.