Martin Gerster im Gespräch mit Deutschlandfunk

Als sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion formuliert Martin Gerster (SPD) Konsequenzen, die aus der Debatte über die Fußball-WM in Katar im Jahr 2014, zu ziehen sind.

Für Gerster ist es ein Skandal, dass in Katar Arbeiter auf den Baustellen der künftigen Fußballstadien sklavenähnlich gehalten werden sollen. Eine unabhängige Kommission müsse die Vorwürfe prüfen, fordert der Sportpolitiker. Ebenso solle die noch amtierende schwarz-gelbe Bundesregierung Druck auf internationaler Ebene ausüben.

Hier kann das Gespräch von Martin Gerster MdB mit Deutschlandfunk angehört werden.

Ihm gehe es um mehr als nur das Sportereignis in Katar, sagt der Abgeordnete der SPD-Bundestagsfraktion. Insgesamt gelte es, die Kriterien, nach denen sportliche Großereignisse vergeben werden, zu überdenken. Einschränkung von Gigantismus und Umweltzerstörung, die Einhaltung der Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen, nannte Martin Gerster als Ziele im Deutschlandfunk.

Noch stünde nicht fest, ob der Sportausschuss des Bundestages solche Themen in der kommenden Legislaturperiode weiterhin unter dem Vorsitz der SPD diskutiere. Denn dieser steht noch nicht fest und die SPD-Fraktion werde ihren Vorsitz nicht leichtfertig abgeben. Auch in den laufenden Koalitionsverhandlungen spielt auch Sport eine Rolle, dort wird u. a. über das Anti-Doping-Gesetz diskutiert.

Das Gespräch kann bis zum 2. Mai 2014 als Audio-on-demand auf dradio.de abgerufen werden.

Das Gespräch mit Martin Gerster führte Bastian Rudde für Deutschland Radio