Martin Rabanus, zuständiger Berichterstatter:
Erfreuliche Nachrichten lassen sich der von dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) initiierten Studie „Student and staff mobility in times of crisis“ entnehmen: Trotz der anhaltenden Finanzkrise nimmt die Zahl der Auslandaufenthalte von Studierenden und Hochschulangehörigen weiter zu. Dabei ist insbesondere die Zahl der Praktika merklich gestiegen.
„Das Ergebnis der Studie: Praktika nehmen in Krisenzeiten deutlich zu, denn Studierende sehen Praktika als gute Möglichkeit, ihre Beschäftigungsfähigkeit nach dem Studienabschluss zu verbessern. Als SPD-Bundestagsfraktion begrüßen wir diese Entwicklung. Jede Studentin und jeder Student sollte einen Teil des Studiums im Ausland absolvieren können und damit auch die Chance erhalten, an dem „Projekt Europa“ teilzuhaben – unabhängig von der wirtschaftlichen Situation seines Heimatlandes.
Das Erasmus-Programm stellt in vielen europäischen Ländern eine der wichtigsten Fördermöglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt dar. Ohne Zweifel handelt es sich bei Erasmus+ um das EU-Bildungsprogramm, das weiterhin unsere politische Unterstützung erfahren muss. Durch die Zusammenfassung der sieben bis Ende 2013 bestehenden einzelnen Bildungsprogramme auf EU-Ebene zu einem vereinheitlichten EU-weiten Bildungsprogramm namens Erasmus+ seit Januar 2014 wurde ein institutioneller Deckmantel geschaffen, die Finanzierung besser ausgestattet und es wurden Synergieeffekte erzielt. Doch auch bei Erasmus+ zeichnen sich bereits erste Konstruktionsfehler ab, die insbesondere für das Management durch die Nationalagenturen in den Mitgliedsstaaten Probleme mit sich bringen.
Daher gilt es für uns als SPD-Bundestagsfraktion, uns noch in dieser Legislaturperiode für Verbesserungen bei Erasmus+ einzusetzen: Insbesondere eine Modifizierung der Verteilung der geplanten Haushaltsmittel auf die einzelnen Haushaltsjahre ist zu diskutieren sowie eine Vereinfachung der Antragsverfahren und der anzuwendenden IT-Systeme im Rahmen von Erasmus+.“