Der Geltungsbereich des Vertrags, die menschenrechtlichen Kriterien und die Implementierung sind jedoch umstritten. In einem gemeinsamen Antrag mit Bündnis 90/Die Grünen fordert die SPD-Fraktion die Bundesregierung auf, sich für einen wirkungsvollen ATT einzusetzen.
Der Vertrag soll auch für Kleinwaffen und leichte Waffen sowie Munition, Sprengstoffe und andere Rüstungskomponenten gelten. Er muss auch Import, Transit, Lizenzherstellung und Technologietransfer umfassen. Rüstungsgüter dürfen nicht an Staaten geliefert werden, wenn sie dort für Menschenrechtsverstöße genutzt werden. Eine starke Umsetzungseinheit (Implementation Support Unit) ist zu gründen, die regelmäßig über die Umsetzung des Vertrags Bericht erstattet. Die Länder müssen verpflichtet werden, auch die Ablehnung von einzelnen Rüstungsexport-Entscheidungen anzugeben.
Der ATT stellt eine historische Chance dar, die zerstörerischen Auswirkungen des weltweiten Waffenhandels nachhaltig und wirkungsvoll einzuschränekn; die Zustimmung zum ATT ist inzwischen so hoch wie noch nie, da alle UN-Mitgliedstaaten seine generelle Notwendigkeit erkannt haben.