Die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2013 und die Finanzplanung bis 2016 zeigen zum einen die späte Einsicht der Koalition beim Hochschulpakt. Es zeigt sich aber zum anderen, dass für Schwarz-Gelb Bildung und Forschung künftig keine Priorität mehr genießt. Mit einem schrumpfenden Bildungs- und Forschungsetat ab 2014 lassen sich die ambitionierten Ziele, wonach zehn Prozent der Wirtschaftsleistung in Bildung und Forschung investiert werden sollen, nicht verwirklichen, sagt Klaus Hagemann.

 

Die heute vom Bundeskabinett beschlossenen Eckwerte für den Bundeshaushalt 2013 und die Finanzplanung bis 2016 enthalten Zweierlei: Zum einen zeigt die Koalition beim Hochschulpakt späte Einsicht. Weitere 320 Millionen Euro werden den Universitäten und den Fachhochschulen nun doch schon über Umschichtungen in 2013 und nicht erst nachlaufend im Jahr 2015 beziehungsweise 2016 zur Verfügung gestellt.

 

Der Finanzplan bis 2016 offenbart aber leider auch, dass für Schwarz-Gelb Bildung und Forschung künftig keine Priorität mehr genießt. Mit einem schrumpfenden Bildungs- und Forschungsetat ab 2014 lassen sich die ambitionierten Ziele des Dresdener Bildungsgipfels, wonach zehn Prozent der Wirtschaftsleistung in Bildung und Forschung investiert werden sollen, nicht verwirklichen.

 

Im Finanzplan ist dementsprechend null Vorsorge für eine BAföG-Anpassung getroffen. Bildungspolitische Herausforderungen, wie der pädagogische Ausbau von Ganztagsschulen und die Schulsozialarbeit, sind bei Schwarz-Gelb erst gar nicht mehr auf dem Schirm. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt dem eine verlässliche Aufwuchsplanung mit zusätzlichen zehn Milliarden Euro des Bundes allein im Bildungsbereich entgegen.