Bundesbildungsministerin Schavan will die Softwareabteilung der staatlichen Hochschulinformations GmbH HIS privatisieren, um die Probleme beim Zulassungsverfahren fürs Studium in den Griff zu bekommen. Statt einer überstürzten Privatisierung müssen bundesweit einheitliche Rege­lungen für den Hochschulzugang geschaffen werden, damit das Chaos bei der Einschreibung beendet wird, fordert Swen Schulz.

 

Bundesministerin Schavan hat schon lange den Sündenbock für das Scheitern des geplanten Systems für den Hochschulzugang gefunden: die staatliche Hochschulinformations GmbH HIS. Nun wird deutlich, dass sie den Sündenbock zur Strecke bringen will, indem die Softwareabteilung privatisiert werden soll. Es ist ein offenes Geheimnis, dass andere Unternehmen auf den lukrativen Markt drängen, und nun will Schavan die Türen öffnen. Doch statt einer überstürzten Privatisierung müssen die politischen Rahmenbedingungen geändert und bundesweit einheitliche Regelungen für den Hochschulzugang geschaffen werden, damit das Chaos bei der Einschreibung beendet wird und alle Studienplätze vergeben werden.