Bei einem Rundgang auf der Internationalen Grünen Woche haben sich die Parlamentarier:innen der SPD über den Stand der Entwicklung in der Landwirtschafts- und Ernährungsbranche informiert. Nach drei Jahren Corona-bedingter Pause findet die international wichtigste Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau erstmals wieder mit 1.400 Ausstellern und 60 ausstellenden Ländern mit regem Publikumsverkehr auf dem Berliner Messegelände statt.

Beim Rundgang besuchten die Abgeordneten Stände der Biobranche, der Forstwirtschaft, des Deutschen Jagdverbands, des Deutschen Imkerbundes, der Initiative Tierwohl, des Zentralverbands Deutsches Bäckerhandwerk, des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik VLOG, des Think Tanks Agora Agrar und des Zentralverbands Gartenbau.

So unterschiedlich die Palette der besuchten Stände und Gesprächsinhalte waren, so standen zwei Themen stets im Mittelpunkt: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die steigenden Preise für Erzeuger:innen und Verbraucher:innen. Mit Preisbremsen für Strom und Gas, drei Entlastungspaketen mit einem Volumen von fast 100 Mrd. Euro und einem umfassenden Abwehrschirm in Höhe von 200 Mrd. Euro federt die SPD-geführte Bundesregierung die steigenden Energiekosten und die Folgen für Verbraucher:innen sowie für Unternehmen ab.

Neben der akuten Unterstützung hält die SPD-Fraktion an der Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit fest. Noch in diesem Jahr will die Ampel-Koalition eine verpflichtende staatliche Tierhaltungskennzeichnung einführen. Das Gesetz zur Tierhaltungskennzeichnung allein ist für den Umbau der Tierhaltung aber nicht ausreichend. Begleitend dazu werden Förderprogramme entwickelt, das Baurecht sowie die Verordnungen für Transport und Schlachtung angepasst, um Tierwohl effektiver zu gewährleisten.

Etliche Beispiele an den Ständen zeigten, wie die Transformation des Agrar- und Ernährungssystems im globalen Wandel gestaltet werden kann. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, betonten Verbandsvertreter:innen und Politiker:innen unisono. Der Kampf gegen den Klimawandel und für den Erhalt der Biodiversität braucht alle. Dabei lässt die SPD-Fraktion die Landwirtschaft und die Unternehmen der Ernährungswirtschaft nicht allein.

Ein Hebel ist eine gesundheitsfördernde und nachhaltigere Gemeinschaftsverpflegung, die besonders für Kinder und Jugendliche auch Chancengleichheit bietet. In den Hallen zeigt sich, dass der Trend hin zu weniger Fleisch und mehr pflanzlichen Produkten geht. Die Internationale Grüne Woche bietet darüber hinaus auch immer wertvolle Gelegenheit, über den Tellerrand herauszublicken. So betonten die Abgeordneten, dass eine intensive Zusammenarbeit für eine klimafreundliche Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, z.B. mit den afrikanischen Staaten, von großer Bedeutung ist. Dazu gehört die Stärkung der Rolle von Frauen in der Branche ebenso wie die Förderung nachhaltiger Lieferketten.

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Respekt für Tiere und Tierhalter:innen: SPD-Bundestagsfraktion setzt auf Umbau in der Landwirtschaft