Umsetzung einer EU-Richtlinie

Anlegerschutz bei Investmentfonds verbessern

In 2./3. Lesung hat das Parlament am Donnerstag ein Gesetz zu einer EU-Richtlinie beschlossen, die die Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend sogenannter bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) zum Inhalt hat (Drs. 18/6744).

 

OGAW unterliegen der Zulassungspflicht und werden in Deutschland von der Bundesanstalt für Finanzaufsicht überwacht. Die OGAW-Richtlinie schreibt eine Reihe von Pflichtinformationen für Anleger vor. Hierzu gehören der ausführliche und der vereinfachte Verkaufsprospekt sowie die Jahres- und Halbjahresberichte.

Auf diese Weise sollen einheitliche Standards beim Anlegerschutz und das grenz-überschreitende Angebot von Investmentfonds erleichtert werden. Zudem sollen national bedingte punktuelle Änderungen des Kapitalanlagegesetzbuchs und des Kreditwesengesetzes vorgenommen und das Kapitalanlagegesetzbuch an neue europäische Verordnungen im Investmentwesen angepasst werden.