Statement von Achim Post

In der Europäischen Union wird über den mehrjährigen Finanzrahmen des Haushaltes debattiert. Dazu stellt SPD-Fraktionsvize Post klare Forderungen auf.

"Ich erwarte, dass die Regierungschefs beim Gipfel zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU jetzt einen wirklichen Schritt nach vorn schaffen. Die Phase der Spiegelfechtereien, in der jeder Mitgliedstaat seine Einstiegsposition markiert, muss langsam vorbei sein. Mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr steht die Bundeskanzlerin schon jetzt in einer besonderen Verantwortung, Brücken zu bauen.

Das Wichtigste ist allerdings, dass zunächst einmal eine Verständigung auf eine zukunftsgerichtete Ausrichtung des künftigen EU-Haushaltes gelingt, wobei Investitionen in Innovationen, Klimaschutz und sozialen Zusammenhalt im Vordergrund stehen müssen. Auch wäre es ein starkes Zeichen, wenn der Einstieg in ein Finanzierungssystem mit neuen europäischen Eigenmitteln gelänge, etwa durch eine europäische Plastikbesteuerung oder die Finanztransaktionssteuer. Und bei allem Verständnis dafür, dass man in Verhandlungen nicht gleich alle Karten auf den Tisch legt, ist für mich auch klar: Wenn eine politische Verständigung auf Zukunftsprioritäten gelingt, dann muss am Ende auch genügend Geld für einen solchen Zukunftshaushalt der EU mobilisiert werden."