O-Ton von Eva Högl

Die Statistik zeigt: Sicherheitstechnik an Häusern und Wohnungen können Wohnungseinbrüche verhindern. Daher werden Hauseigentümer und Mieter künftig unterstützt, wenn sie in Sicherheitstechnik investieren. SPD-Fraktionsvizin Eva Högl erklärt das neue 30-Millionen-Euro-Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“, das der Haushaltsausschuss des Bundestages am 20. Mai 2015 beschlossen hat:

„Wir wollen der steigenden Anzahl an Wohnungseinbrüchen einen Riegel vorschieben und das möglichst schnell: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik mit rund 152.000 registrierten Fällen einen Anstieg um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben dem Sachschaden haben die Betroffenen häufig auch mit psychischen Belastungen zu kämpfen.

Damit sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Zuhause sicher fühlen können, werden künftig über das SPD-geführte Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit staatliche Fördermittel für private Wohnungssicherungsmaßnahmen bewilligt. Die Zuschüsse für Investitionen in einbruchsichere Türen, Schlösser oder Fenster können zusätzlich zu der steuerlichen Absetzbarkeit der Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden.

Diese präventiven Sicherungsmaßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um Einbrüche zu verhindern: 2014 scheiterten rund 40 Prozent der Wohnungseinbrüche wegen geeigneter Sicherheitstechnik.

Die SPD-Fraktion hat sich deshalb dafür stark gemacht, dass die Fördermittel auch von Mieterinnen und Mietern beansprucht werden können und eine Förderung bereits bei relativ geringen Investitionssummen möglich ist.“

 

Ergänzung:

Der Einbau von Alarmanlagen, sicheren Türen und Fenstern sowie Gittern zum Schutz gegen Einbrecher wird vom Staat mit Zuschüssen von insgesamt 30 Millionen Euro gefördert. Künftig werden 20 Prozent der Investitionen bezuschusst, maximal bis zu 1500 Euro pro Auftrag. Das Mindestvolumen der Investitionen liegt bei 500 Euro.