Statement von Sören Bartol

PKW-Maut: "Noch fehlt mir die Phantasie"

Nachdem die EU-Kommission das ursprüngliche PkW-Maut-Konzept von Verkehrsminister Dobrindt (CSU) als EU-rechtswidrig zurückgewiesen hat, konnte der Streit mit der Brüsseler Behörde über die Abgabe offenkundig überraschend beigelegt werden. SPD-Fraktionsvize Sören Bartol stellt klar: Auch bei einer neuen Berechnungsgrundlage müssen die vereinbarten Bedingungen erfüllt sein.

"Noch fehlt mir die Phantasie, wie die kritischen Punkte der EU mit der beschlossenen Pkw-Maut zusammengebracht werden könnten. Für die SPD-Bundestagsfraktion sind die Bedingungen nach wie vor klar: Es darf keine zusätzliche Belastungen für Einheimische und kein Verstoß gegen europäisches Recht geben. Das System darf nicht komplizierter werden. Wichtig ist, dass mögliche Änderungen nicht zu Mehrbelastungen für deutsche Autofahrer führen und immer noch ausreichend Einnahmen für die Straßen übrig bleiben. Wenn die direkte Kompensation für deutsche Autofahrer fallen soll, braucht es eine neue Form der Berechnung."

    • Statement von Christine Lambrecht

      Die EU-Kommission will rechtlich gegen die geplante Pkw-Maut vorgehen. Christine Lambrecht: "Nur im Falle einer positiven Entscheidung der Richter kann die PKW-Maut umgesetzt werden.“

    • Statement von Sören Bartol
      Zur Entscheidung von Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU), die Pkw-Maut zu verschieben, sagt SPD-Fraktionsvizechef Bartol:" Ob und wann die Pkw-Maut kommt, hängt vom Zeitpunkt und Inhalt des Urteils des Europäischen Gerichtshofs ab."
    • Artikel

      Die SPD-Fraktion hat trotz ihrer Skepsis den Weg für ein Pkw-Maut-Gesetz frei gemacht. Die Bundestagsabgeordneten der Unions- und der SPD-Fraktion einigten sich im Verkehrsausschuss auf umfangreiche Änderungen etwa bei der Maut-Höhe, so dass der Entwurf an diesem Freitag vom Bundestag beschlossen werden konnte.