„Der heutige Kabinettsbeschluss ebnet den Weg für einen angemessenen und pragmatischen Umgang mit dem Wolf in Deutschland. Das ist eine gute Nachricht – für den Naturschutz ebenso wie für die Weidetierhaltung.
Die Rückkehr des Wolfs zeigt, dass sich Ökosysteme erholen können. Das ist ein Erfolg jahrzehntelanger Naturschutzpolitik. Gleichzeitig steht die Weidetierhaltung vielerorts unter erheblichem Druck. Beides darf nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern muss zusammen gedacht werden.
Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht schafft endlich mehr Rechtssicherheit, klare Zuständigkeiten und einen praktikablen Vollzug. Priorität hat weiterhin der Herdenschutz: Wir brauchen wirksame, praxistaugliche und unbürokratische Maßnahmen sowie eine verlässliche Finanzierung. Wo diese Maßnahmen nicht ausreichen, müssen Problemwölfe rechtssicher und zügig entnommen werden können, um die Tierhalter nicht allein zu lassen.
Die Weidehaltung ist Teil unserer heimatlichen Kultur und Identität, zugleich aber auch aktiver Naturschutz. Das muss weiter möglich sein. Der eingeschlagene Weg der Bundesregierung ist daher richtig: Er stärkt die Handlungsfähigkeit der Länder, reduziert Rechtsunsicherheiten und bringt Naturschutz und Weidetierhaltung in ein ausgewogenes Verhältnis.“