EU-Ermittlungen gegen Google: Fair bezahlen statt abschöpfen
Kreativität und journalistische Arbeit sind zentrale Rohstoffe Europas. Doch große Plattformen vereinnahmen digitale Inhalte oft ohne faire Vergütung. Die EU-Untersuchung jetzt kann ein wichtiger Schritt sein hin zu mehr Transparenz, Medienvielfalt und Verhandlungen auf Augenhöhe.
„Kreativität, geistiges Eigentum und journalistische Arbeit sind die zentralen Rohstoffe Europas und Deutschlands. Bei jedem anderen Rohstoff würden wir penibel darauf achten, wer ihn nutzt, wie er vergütet wird und ob jemand ungefragt abschöpft. Genau das muss auch hier gelten. Unsere Medienlandschaft und das Schaffen unserer Urheberinnen und Urheber sind kein Selbstbedienungsladen. Arbeit muss bezahlt werden. Alles andere ist Ausbeutung und das Gegenteil von Freiheit und Meinungsvielfalt.
Die Untersuchung der EU ist ein notwendiger Schritt, um klarzustellen, dass auch digitale Inhalte einen wirtschaftlichen Wert haben und dass dieser Wert nicht einfach von großen Tech-Konzernen vereinnahmt werden darf. Medienvielfalt und eine faire Vergütung der Inhalteanbieter sind Grundpfeiler einer informierten und demokratischen Öffentlichkeit. Wir brauchen Transparenz, Verhandlungen auf Augenhöhe und faire Vergütungsmodelle statt einseitiger Machtkonzentration bei Google und anderen Plattformen.“