Gabriele Hiller-Ohm, tourismuspolitische Sprecherin:

Die Bundesregierung hat heute die Eckpunkte zur Nationalen Tourismusstrategie vorgelegt. Der Tourismus ist ein Wachstumsmarkt mit mehr als 470 Millionen Gästeübernachtungen im letzten Jahr. Das Potential ist damit keinesfalls ausgeschöpft. Dabei geht es nicht nur um wirtschaftliches Wachstum, sondern um einen nachhaltigen ökologischen und sozial verträglichen Tourismus.

„Der Tourismusstandort Deutschland steht trotz der positiven Entwicklungen der letzten Jahre vor großen Herausforderungen durch den demografischen Wandel, den Klimawandel und die fortschreitende Digitalisierung. Um diese zu bewältigen, benötigen wir eine wir eine gute Zusammenarbeit aller Akteure – aus Wirtschaft, Bund und Ländern.

Eine große Rolle spielt die Tourismusbranche selbst mit ihren Ausbildungsbetrieben und als Arbeitgeber gerade in ländlichen Regionen. Hierfür haben wir uns mit der Nationalen Tourismusstrategie hohe Ziele gesetzt. Wir wollen bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen und wir wollen die Tarifbindung stärken. Gute Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber brauchen mehr Anerkennung. Gravierende Ausbildungsverstöße müssen konsequenter geahndet werden.

Außerdem ist uns der Verbraucherschutz wichtig. Dazu gehören die Insolvenzabsicherung von Airlines und die automatisierte Vertragsentschädigung. Auch die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 sind wichtig. Diese beinhalten den Schutz des kulturellen und natürlichen Erbes. Nachhaltige Reiseangebote müssen besser erkennbar sein. Weitere Handlungsfelder, die in der Nationalen Tourismusstrategie formuliert wurden, sind die bedarfsgerechte Gestaltung der Mobilität und eine bessere Teilhabe aller Menschen am Tourismus.“