Gabriele Hiller-Ohm, tourismuspolitische Sprecherin:

Der Koalitionsvertrag von SPD, CDU und CSU würdigt den Tourismus mit seinen rund drei Millionen Beschäftigten als wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Wir wollen die Rahmenbedingungen für die touristische Entwicklung weiter nachhaltig verbessern.

„Die Tourismuswirtschaft ist einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftsbereiche in unserem Land. Dabei sind aber statistisch gesehen vor allem Destinationen wie Berlin, Hamburg oder München Nutznießer dieses Booms. Der ländliche Raum kann aufgrund der großen Herausforderungen durch Digitalisierung, Klimawandel oder den demografischen Veränderungen der Gesellschaft kaum davon profitieren. Aber gerade in diesen Regionen ist der Tourismus häufig einer der wenigen Wirtschaftsfaktoren. Damit alle Regionen nachhaltig vom Tourismus profitieren können, benötigen wir eine stärkere Koordinierung der Tourismuspolitik zwischen Bund, Ländern, Kommunen und der Tourismuswirtschaft. Dazu werden wir eine nationale Tourismusstrategie auf den Weg bringen.

Wir setzen uns dafür ein, die Förderinstrumente von EU, Bund und Ländern stärker miteinander zu verzahnen und diese besser auf den Tourismus auszurichten. Durch die Unterstützung bei der Entwicklung von einheitlichen Qualitätskriterien wollen wir den Verbraucherschutz stärken und für eine bessere Übersichtlichkeit der touristischen Angebote sorgen. Um dem Fachkräftemangel, vor allem im Gastgewerbe entgegenzuwirken, werden wir eine Fachkräfteoffensive mit der Branche erarbeiten und eine Mindestausbildungsvergütung einführen. Die SPD-Bundestagsfraktion wird auch die Schaffung von Barrierefreiheit im Deutschlandtourismus, von der alle profitieren, im Sinne eines Tourismus für alle weiter vorantreiben.

Wir werden uns auch zukünftig dafür einsetzen, dass die Werbung für das weltoffene und gastfreundliche Reiseland Deutschland im Ausland durch die Deutsche Zentrale für Tourismus gestärkt wird. Gäste aus dem Ausland haben einen seit Jahren wachsenden Anteil an den guten Übernachtungszahlen. Sie wollen unser Land in seiner ganzen Vielfältigkeit erleben. Der Tourismus in Deutschland steht in allererster Linie für Gastfreundschaft und Weltoffenheit. Als SPD-Bundestagsfraktion werden wir uns selbstverständlich dafür einsetzen, dass diese grundlegenden Werte Richtschnur des neu konstituierten Tourismusausschusses des Bundestages bleiben.“