Die heute vorgestellten Zahlen zur Kultur- und Kreativwirtschaft machen deutlich, dass die Branche enorme Umsätze generiert. Das durchschnittliche Einkommen der Kulturschaffenden liegt aber nach Angaben der Künstlersozialversicherung bei 13.100 Euro im Jahr. Für die SPD ist klar: Kulturschaffende müssen am Mehrwert ihrer Arbeit stärker beteiligt werden. Das Urheberrecht muss im Sinne der Kulturschaffenden gestaltet werden, erklären Siegmund Ehrmann und Ulla Schmidt.
Die SPD begrüßt, dass sich die Bundesregierung in ihrer Wirtschaftsförderung stärker der Kultur- und Kreativwirtschaft zuwendet. Allerdings sieht sie bei der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Künstler/innen und bei der Förderung der kulturellen Bildung großen Handlungsbedarf.
Die heute vorgestellten Zahlen zur Kultur- und Kreativwirtschaft machen deutlich, dass die Branche enorme Umsätze generiert. Zwar sind sie auch in dieser Branche in 2009 leicht um rund 3,5 Prozent auf 131 Milliarden Euro gesunken, aber der Rückgang ist wesentlich geringer als der in der Gesamtwirtschaft.
In Hochglanzbroschüren wird die Kultur- und Kreativwirtschaft als Wachstumsbranche gefeiert. Die Realität vieler Künstler/innen in Deutschland sieht dagegen anders aus: Das durchschnittliche Einkommen der Kulturschaffenden liegt nach Angaben der Künstlersozialversicherung bei 13.100 Euro im Jahr. Für die SPD ist klar: Kulturschaffende müssen am Mehrwert ihrer Arbeit stärker beteiligt werden. Das Urheberrecht muss im Sinne der Kulturschaffenden gestaltet werden. Die SPD macht sich bei den Verhandlungen zum sogenannten 3. Korb für die Kreativen stark und setzt sich für eine soziale Absicherung der flexiblen und prekären Arbeitsverhältnisse ein.
Eine kreative Wirtschaft ist von ihren kulturellen Ressourcen abhängig. Diese kulturellen Ressourcen müssen gepflegt und gefördert werden. Die öffentliche Kulturförderung ist daher unverzichtbar. Aus Sicht der SPD-Bundestagsfraktion kommt der kulturellen Bildung auch im Kontext der Kultur- und Kreativwirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Kulturelle Bildung ist sowohl für die Nachfrage nach kulturellen Gütern als auch für zukünftige Arbeitskräfte in dieser Branche wesentlich.