Helge Lindh, zuständiger Berichterstatter:

Das diesjährige Motto des Deutschen Musikrates zum Tag der Musik „Stadt.Land.Musik“ verweist auf die wichtige Bedeutung von Musik in ländlichen Regionen. Deutschland besitzt durch seine vielfältige Musikkultur einen einzigartigen Schatz an Orten und Institutionen, Musik zu hören, zu spielen und zu lernen. Diesen Schatz gilt es zu bewahren und zu fördern.

„Das Musikland Deutschland steht für eine beispiellose kulturelle Vielfalt in der Stadt und auf dem Land. Der Schutz und die Förderung von Musik in ländlichen Regionen stellt eine wichtige Form der kommunalen Partizipation dar. Sie dient keiner luxusorientierten Freizeitgestaltung, sondern ist Grundlage einer erfolgreichen Gesellschaftspolitik. Selbst kleinere Kommunen bieten ein breites und vielfältiges Angebot für kirchliche oder weltliche Musizierende an. Viele Gemeinden organisieren professionelle Musikveranstaltungen und laden zu Konzertgastspielen ein. Nicht selten genießen diese Aufführungen weltweite Bekanntheit. Mobilitätseingeschränkte Menschen kommen so in den Genuss von Musik und all diejenigen, die auf bezahlbare örtliche Kulturangebote angewiesen sind. Ebenso findet sich eine Vielzahl von bedeutsamen Musikschulen im ländlichen Raum. Sie tragen zur individuellen Persönlichkeitsentfaltung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen wie auch für das Selbstverständnis und die Teilhabe an unserer Gesellschaft bei.

Chöre, Orchester, Musikschulen, Opernhäuser und viele andere Institutionen zeichnen das Musikland Deutschland im ländlichen Raum aus. Diese Kulturorte bleiben wichtige Akteure für das gesellschaftliche Miteinander. Die SPD-Bundestagsfraktion wird sich daher auch weiterhin für eine vielfältige Musiklandschaft in den Regionen einsetzen. Mit dem Koalitionsvertrag haben wir uns vorgenommen, diese Kulturräume insbesondere mit einem Programm ‚Kultur in den Regionen‘ und der Ausweitung des InvestOst-Programmes auf ganz Deutschland nachhaltig zu stärken.“