Thomas Jurk, zuständiger Berichterstatter:

Das Bundeswirtschaftsministerium intensiviert seine Förderung im Programm "Existenzgründungen aus der Wissenschaft (EXIST)". Dabei werden strukturschwache Regionen stärker als bisher berücksichtigt.

„Heute gab das Bundeswirtschaftsministerium die für eine Förderung ausgewählten Projekte in der Förderlinie ‚EXIST-Potentiale‘ bekannt. Insgesamt werden vom Bund 101 Verbund- und Einzelvorhaben an 141 Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen im Umfang von über 180 Millionen Euro gefördert. Bemerkenswert daran ist, dass rund die Hälfte der bewilligten Mittel in strukturschwache Regionen gehen.

Grundlage für diese Förderentscheidungen des Bundeswirtschaftsministeriums sind Beschlüsse des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages. Dieser hatte bei den Beratungen zum Bundeshaushalt 2020 beschlossen, die Mittel für EXIST von rund 80 auf knapp 105 Millionen Euro zu erhöhen und festgelegt, dass künftig mindestens 45 Prozent der EXIST-Mittel in strukturschwache Regionen fließen sollen. Damit liegt die Förderintensität rund 30 Prozent über der anderer Regionen. Mit den heutigen Bewilligungen zeigen die Beschlüsse des Haushaltsausschusses zum gesamtdeutschen Fördersystem für strukturschwache Regionen erstmals Wirkung.

Das EXIST-Programm unterstützt seit vielen Jahren innovative, wissenschaftsbasierte Start-ups und sorgt für eine wahrnehmbare und aktivierende Gründungskultur an Hochschulen. Mit der aktuellen Richtlinie EXIST-Potentiale sollen nun diese Erfahrungen und ‚Best Practices‘ aus den ‚Leuchttürmen‘ in die Fläche - insbesondere auch in strukturschwache Regionen - gebracht werden. Am Wettbewerb EXIST-Potentiale zur Stärkung der akademischen Gründungs- und Start-up-Kultur beteiligten sich rund 220 Hochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland.“