Ursula Schulte, ernährungspolitische Sprecherin:

Anlässlich der Diskussion um die Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft sieht die SPD-Bundestagsfraktion noch weiteren Handlungsbedarf bei der Umsetzung der Strategie.

„Lebensmittel gehören angesichts der Tatsache, dass weltweit über 800 Millionen Menschen an Hunger leiden, nicht in die Tonne. Die von Bundesministerin Julia Klöckner veröffentliche Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung.

Klar ist aber auch, wenn wir unser Ziel Lebensmittelverschwendung zu halbieren wirklich erreichen wollen, benötigen wir konkrete Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette: beginnend mit der produzierenden Landwirtschaft, über die Industrie, den Handel, die Gastronomie, bis hin zum Verbraucher. Nur auf der Basis konkreter Zahlen lassen sich klare Ziele formulieren. Hier haben wir noch erheblichen Forschungsbedarf.

Darüber hinaus benötigen wir eine unabhängige Koordinierungsstelle. Sie muss personell so gut ausgestattet sein, dass sie den gesamten Prozess überwachen kann, die einzelnen Sektoren der Wertschöpfungskette begleitet und berät sowie nach den Vorgaben der Europäischen Union berichterstatten kann.“