Gabriela Heinrich, stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecherin:

Mädchen werden weltweit in erschreckendem Ausmaß daran gehindert, zu lernen, für sich selbst zu entscheiden, Chancen wahrzunehmen und sich zu entfalten. Mit dem Internationalen Mädchentag am 11. Oktober wollen die Vereinten Nationen mehr Aufmerksamkeit für die mangelnde Durchsetzung der Menschenrechte von Mädchen schaffen.

„Die Vereinten Nationen veröffentlichen immer wieder unvorstellbare Zahlen, wie sehr Mädchen ausgegrenzt, diskriminiert sowie ihrer Selbstbestimmung und ihrer Chancen beraubt werden. 130 Millionen Mädchen gehen in keine Grundschule, 750 Millionen Mädchen wurden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet, die Haupttodesursache bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren sind Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die weltweite Durchsetzung gleicher Rechte und gleicher Chancen für Mädchen und Jungen. Investitionen der deutschen Politik in einem Land oder einer Region sind dann besonders wirksam, wenn sie Chancen und Rechte der Mädchen konsequent verfolgen. Wenn sich Mädchen in einem Land oder einer Region frei entfalten können, verbessert das nicht nur ihre eigene Situation, sondern auch die ihres Umfelds, ihrer Region und ihres Landes.“