Frank Schwabe, menschenrechtspolitischer Sprecher:

Ob durch Bürgerkriege, Dürren, Überschwemmungen oder Heuschreckenplagen: Ende 2019 waren weltweit fast 179 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Und in diesem Jahr ist der humanitäre Bedarf durch die COVID-19-Pandemie noch einmal angestiegen. Anlässlich des morgigen Welttags für humanitäre Hilfe fordert die SPD-Fraktion im Bundestag, dass Deutschland seiner Verantwortung auch in Zukunft gerecht wird.

„Humanitäre Hilfe ist in Zeiten der Pandemie dringender denn je erforderlich. Die Pandemie hat bestehende Unterschiede noch verschärft, da sie in ärmeren Ländern besonders bedrohlich ist. Die empfohlenen Hygienemaßnahmen sind für große Teile der Bevölkerung infolge des fehlenden Zugangs zu sanitären Einrichtungen nicht einzuhalten. Infizierte können ohne funktionierendes Gesundheitssystem nicht behandelt werden. In den Flüchtlingslagern kommt hinzu, dass die Menschen aufgrund der beengten Verhältnisse noch nicht einmal Abstand voneinander halten können.

Deutschland, als einer der weltweitgrößten Geber von humanitären Hilfsleistungen, muss seiner Rolle auch in Zukunft gerecht werden. Das ist nicht nur moralisch geboten, sondern auch vernünftig. Die Pandemie können wir nur gemeinsam bewältigen.“