Karamba Diaby, Projektleiter Projekt #NeuesMiteinander;
Matthias Bartke, stellvertretender Projektleiter:

Deutschland ist ein von kultureller und religiöser Vielfalt geprägtes Einwanderungsland. Um unsere Gesellschaft in diesen herausfordernden Zeiten zusammenzuhalten, braucht es eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, wie das Leitbild eines gesellschaftlichen Miteinanders aussehen kann, mit dem sich alle hier lebenden Menschen identifizieren können. Mit dem gestern von der SPD-Bundestagsfraktion im Rahmen des Projekts Zukunft #NeueGerechtigkeit beschlossenen Konzeptpapier „Das Grundgesetz als Leitbild im Deutschland der kulturellen und religiösen Vielfalt“ wollen wir diese Debatte anstoßen.

„Unser Leitbild ist das Grundgesetz. Wir wollen unsere gemeinsame Zukunft mit allen Einwohnerinnen und Einwohnern dieses Landes teilen: Unabhängig davon, wo jemand geboren ist oder woher seine oder ihre Eltern kommen. Wir wollen eine gemeinsame Zukunft gestalten mit den Menschen, die die Werte des Grundgesetzes anerkennen und leben. Wo es ein gemeinsames Verständnis der Grundwerte und Regeln gibt, gelingt das Zusammenleben. Nur mit ihnen ist der gesellschaftliche Zusammenhalt gewährleistet. Nur so eint Vielfalt, statt zu spalten.

Wir haben uns gefragt, was unseren sozialen Frieden auch in Zukunft garantieren kann – was schafft Sicherheit in unserer sich stetig verändernden Gesellschaft? Wir meinen: Eine der Stärken unseres Landes ist, dass Kirchen und Religionsgemeinschaften, Verbände und Organisationen sich auf unterschiedlichen Ebenen begegnen, miteinander im Dialog stehen und einander kennen. Dieser Austausch und Wissenstransfer über verschiedene Religionen und Kulturen ist die beste Grundlage für einen respektvollen und toleranten Umgang und ein friedliches Miteinander.

Daher wollen wir Demokratie und kulturelle Bildung stärken. Vielfalt muss gelebt und der Umgang damit erlernt werden – und das von Kindesbeinen an. Wir wollen daher umfassende Weiterbildungsprogramme für Lehrerinnen und Lehrer wie auch Erzieherinnen und Erzieher. Ziel ist es, interkulturelle Kompetenzen beim Lehrpersonal, den Kindern und den Jugendlichen zu verankern. Wir wollen auch den internationalen Jugendaustausch fördern. Wir wollen für eine bessere demokratische Kultur, für ein besseres demokratisches Miteinander kämpfen.“