Anlässlich des Treffens der Personalvorstände der Dax-30-Unternehmen mit Vertretern der Bundesregierung zur Förderung von Frauen in Führungspositionen erklären die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks und die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gleichstellungspolitik Christel Humme:

Das Ergebnis des Gesprächs der Bundesregierung mit den Dax-30-Unternehmen lässt sich wie folgt zusammenfassen: Gut, das wir mal wieder über Frauen in Führungspositionen geredet haben. Ändern wird sich wenig bis nichts, sagen Caren Marks und Christel Humme voraus.

 

Das Ergebnis des Gesprächs lässt sich wie folgt zusammenfassen: Gut, das wir mal wieder über Frauen in Führungspositionen geredet haben. Ändern wird sich wenig bis nichts.

 

Die freiwillige Selbstverpflichtung der Dax-30-Unternehmen bleibt sehr vage und ist alles andere als transparent. So sind die Zielvorgaben der einzelnen Unternehmen bisher kaum bekannt. Sie liegen für Frauen auf Führungsebenen irgendwo zwischen 12 und 35 Prozent - genauere Angaben fehlen. Ganz zu schweigen von einer Quote in Aufsichtsräten und Vorständen. Dieses Thema wurde mal wieder vertagt.

 

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten fordern ein Gesetz, das eine Quote von mindestens 40 Prozent für Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen verbindlich vorsieht.

 

Der andauernde Streit in der Bundesregierung "Quote ja oder nein und wenn ja, wie?" darf nicht länger auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werden. Nach zehn Jahren Freiwilliger Vereinbarung ist die Bundesregierung in der Pflicht zu handeln. Geredet wurde lange genug.

 

Ohne Gesetz werden Frauen in Führungspositionen weiter rar bleiben.