Weltbank-Präsident Robert Zoellick hat angekündigt, sein Amt Ende Juni aufgeben zu wollen. Das nimmt Heidemarie Wieczorek-Zeul zum Anlass, ihm für seine engagierte Arbeit zu danken, und schlägt vor, dass der Nachfolger aus dem Kreis der Entwicklungsländer kommt.
Ich habe als Bundesentwicklungsministerin mit Robert Zoellick viele Jahre gut zusammen gearbeitet. Er hat die Weltbank genutzt, um die Entwicklungsländer vor den Folgen der Finanzkrise zu schützen und in Richtung auf die Förderung von Erneuerbarer Energie, Energieeffizienz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu orientieren. Dafür danke ich ihm nachdrücklich.
Mit dem Ausscheiden Robert Zoellicks als Weltbank-Präsident sollte auch die Gelegenheit ergriffen werden, um den "Automatismus" zu durchbrechen, dass immer ein US-Amerikaner Chef der Weltbank sein muss. Es wäre endlich an der Zeit, dass die Weltbank, die ja gerade die ärmsten Entwicklungsländer begleiten soll, einen Präsidenten erhält, der aus dem Kreis der Entwicklungsländer kommt. Warum sollte nicht endlich ein Afrikaner oder eine Afrikanerin Präsident beziehungsweise Präsidentin der Weltbank werden?