Der Deutsche Bundestag berät heute den Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zur Errichtung einer Bundesstiftung für Gleichstellung in erster Lesung. Mit der Bundesstiftung für Gleichstellung beschreiten wir neue Wege in der Gleichstellungspolitik und lösen unser Versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein.

Josephine Ortleb, zuständige Berichterstatterin:

„Die Ursachen für die Ungleichbehandlung der Geschlechter bleiben vielfältig: Diskriminierung hat Struktur. Die strukturelle Benachteiligung von Frauen muss strukturell bekämpft werden. Notwendig ist ein interdisziplinäres Handeln aus der Vogelperspektive: mit einem ganzheitlichen Ansatz auf allen Ebenen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Daher haben wir im Koalitionsvertrag die Gründung einer Bundesstiftung verankert, die die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern strukturell voranbringen und beschleunigen wird. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Stiftung noch in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen wird.“

Sönke Rix, frauenpolitischer Sprecher:

„Die Bundesstiftung mit Sitz in Berlin wird sich wissenschaftlich fundiert mit der Gleichstellung von Frauen und Männern in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auseinandersetzen. Die Stiftung wird die bereits vorhandene Datenlage ausbauen und bestehende Forschungslücken zum Thema Gleichstellung schließen. Sie wird Informationen bereitstellen, Ideen entwickeln und Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Verbände sowie Unternehmen stärken. Außerdem war uns besonders wichtig, dass die Stiftung auch ein offenes Haus für Gleichstellung sein wird, in dem sich die Zivilgesellschaft vernetzen kann.

Unser Ziel: Wir wollen ein modernes Land, in dem Frauen und Männer gleiche Chancen haben. Mit der Bundesstiftung Gleichstellung beschreiten wir neue Wege in der Gleichstellungspolitik und kommen unserem Ziel ein großes Stück näher.“