Die SPD begrüßt, dass mit dem Erweiterungsbau für die Deutsche Nationalbibliothek die benötigte Magazinfläche geschaffen wurde. Daneben wurde der Deutschen Nationalbibliothek wichtige Aufgaben bei der Digitalisierung von Kulturgütern vom Gesetzgeber übertragen. Jetzt braucht sie die Unterstützung der Bundesregierung um diese Aufgaben wahrzunehmen. Diese erfolgte bisher nicht. Dazu hat die SPD-Bundestagsfraktion eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, teilt Siegmund Ehrmann mit.

 

Die SPD begrüßt, dass mit dem Erweiterungsbau die benötigte Magazinfläche geschaffen wurde. Es ist wichtig, Bibliotheken als soziale Orte auch räumlich aufzuwerten.

 

Daneben wurde der Deutschen Nationalbibliothek wichtige Aufgaben bei der Digitalisierung von Kulturgütern vom Gesetzgeber übertragen. Jetzt braucht sie die Unterstützung der Bundesregierung um diese Aufgaben wahrzunehmen. Diese erfolgte bisher nicht.

 

Handlungsbedarf besteht:

 

  1. Verwaiste und vergriffene Werke
    Die SPD hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der dieses Problem löst. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung ist nicht in Sicht.
     
  2. Nationale Digitalisierungsstrategie fehlt
    Digitalisierung muss eine zentrale Aufgabe der Kulturpolitik des Bundes sein. Von der Bundesregierung ist nichts zu hören, keine Ziele, keine Schwerpunkte, keine Strategie.
     
  3. Finanzielle Mittel für Digitalisierungsarbeit bereitstellen
    Frankreich hat angekündigt, 750 Millionen Euro für die Digitalisierungsarbeit bereit zu stellen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geht in Deutschland von einem jährlichen Bedarf von rund 30 Millionen Euro aus. Bisher zahlen Bund und Länder für die Deutsche Digitale Bibliothek zusammen jährlich 2,6 Millionen Euro. Das ist viel zu wenig.
     
  4. Namen "Deutsche Digitale Bibliothek" ändern
    Es geht nicht nur um Bücher, sondern um Kulturgüter.
     
  5. Kultureinrichtungen fit machen für web 2.0
    Unsere Kulturinstitutionen müssen das kulturelle Erbe im Netz zeitgemäß darstellen können.

 

Die SPD-Bundestagsfraktion hat eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu diesen Themen gerichtet. Am 19. Mai 2011 wird die Antwort erwartet: Wir sind gespannt, ob den Worten nun auch Taten folgen werden.