Wiebke Esdar, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Steuergerechtigkeit ist eine Frage des Respekts gegenüber den Millionen Menschen, die jeden Monat ihren Beitrag leisten. Wer betrügt, schadet nicht einem abstrakten Staat, sondern dem Gemeinwesen, das Schulen baut, Kitas finanziert und Infrastruktur erhält - also all dem, was unseren Alltag zusammenhält. Mit dem Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität legen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Justizministerin Stefanie Hubig Maßnahmen vor, um Steuerhinterziehung wirksam zu bekämpfen, Betrüger besser zu identifizieren und Gerechtigkeit herzustellen: Ermittlungsbehörden werden gestärkt, Lücken im System geschlossen und Steuergestaltungsmöglichkeiten gezielter in den Blick genommen.

Der Aktionsplan verfolgt dabei ein einfaches Leitmotiv: Mehr Steuergerechtigkeit durch schärfere Gesetze, die abschrecken, international vernetzte Ermittler, die jede Spur verfolgen, und Daten, die Steuerbetrügern kein Versteck mehr bieten.“

Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Der Aktionsplan stärkt diejenigen, die sich rechtstreu verhalten und ehrlich ihre Steuern zahlen. Steuerkriminalität ist kein Kavaliersdelikt, der Gesellschaft entsteht hierdurch jährlich ein Schaden in Milliardenhöhe. Wer Steuern hinterzieht, schwächt unsere Solidargemeinschaft in Gänze, da hierdurch wichtige Mittel für die Daseinsvorsorge wie Bildung und Infrastruktur fehlen.

Es ist daher richtig, dass der Staat zukünftig u.a. durch einen erhöhten Strafrahmen für organisierte Steuerkriminalität auf bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe, durch die Wiedereinführung des Verbrechenstatbestandes für Steuerhinterziehung und durch den Ausbau der Instrumente zur Ermittlung und Sicherstellung von Vermögen von verdächtiger unbekannter Herkunft konsequent gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgeht. Gleichzeitig stärken wir die grenzüberschreitenden Ermittlungsbehörden, um Steuerbetrug systematisch aufzudecken und Straftaten zu verhindern.“