Es ist richtig den Bachelor-Abschluss dem Handwerks-Meister nun endlich gleichgestellt wird, sagt Willi Brase.Allerdings müssen die drei- bis dreieinhalb jährige Ausbildungen mit dem Abitur gleichgestellt werden. Der internationale Vergleich zeigt: das Abitur ist nicht höher einzustufen als eine berufliche Ausbildung.

 

Die Handwerks-Meister und Techniker dem Bachelor gleichzusetzen ist eine richtige Entscheidung in Bezug auf die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung und unterstreicht ihre Gleichwertigkeit. Der nun zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern gefundene Kompromiss lässt die Einordnung der allgemeinbildenden Schulabschlüsse außen vor. Dieses sogenannte "Französische Modell" hatte die SPD-Bundestagsfraktion bereits im Vorfeld in ihrem Antrag gefordert.

 

Es ist bedauerlich, dass sich die Kultusministerkonferenz gegen die Meinung von Sozialpartnern, Bundesregierung, Wirtschaft, Handwerk und Wirtschaftsministern nicht dazu durchringen konnten, die drei- bis dreieinhalb jährigen Ausbildungen mit dem Abitur auf der Stufe vier gleichzustellen. Nun muss das Thema laut Vereinbarung in fünf Jahren abermals aufgerufen werden. Wir werden uns auch dann dafür einsetzen, dass das Abitur nicht auf der höheren Stufe fünf eingeordnet wird.

 

Der internationale Vergleich zeigt, dass das Abitur nicht höherwertiger als die berufliche Ausbildung einzustufen ist. Die Auszubildenden haben nach Ende der Ausbildung nicht nur die volle Berufsfähigkeit erlangt, sondern auch arbeitsmarktrelevante Kompetenzen und Fertigkeiten erlernt, die ein Abiturient naturgemäß nicht hat. Schon allein deshalb wäre eine Höherstufung des Abiturs aus Sicht der SPD-Bundestagsfraktion nicht sachgerecht.